©Carole Parodi

Laterna Magica

Cie STT / Delphine Lanza & Dorian Rossel (CH)
mit deutschen und französischen Übertiteln

Do 28.04.22 um 20:00

Ingmar Bergman nimmt nicht am Drama teil; er überträgt, materialisiert und sublimiert es. Eine Einladung, in die geistige Welt des berühmten Filmregisseurs einzutauchen und mittels seiner ungewöhnlichen Autobiografie sein Innenleben kennenzulernen.

Dieses Stück ist eine Bühnenbearbeitung von Ingmar Bergmans angeblicher Autobiografie. Diese schonungslose Erzählung zwischen Memoiren und psychoanalytischem Ventil entwirft ein anderes Porträt des vielseitigen Genies. Er erzählt über sich selbst, die Erinnerungen schweifen ab, er erfindet seine eigene Geschichte neu, um ihr Ausmass zu ermessen und sie sich schliesslich anzueignen. Bergman macht aus seinem Leben eine ertragreiche, fluktuierende Materie, durchsetzt mit Widersprüchen, Humor und Mängeln als Sedimenten für das Erstarken seiner Kreativität.

Laterna Magica ist in dieser Hinsicht eher eine Selbstanalyse als eine Autobiografie; nichts folgt hier einer Chronologie, doch alles hat eine innere Logik, die uns ungefiltert erreicht. Wie eine halbgeöffnete Tür, die uns einlädt, uns in die Gedankenwelt des Künstlers zu begeben. Eine Einladung, seine Innenwelt zu besuchen.

Bergmans Buch ist eine oft grausame und schmerzhafte Enthüllung, in welcher der zerstörerische Wahnsinn, die Flucht in die Arbeit und die Verführung die Hauptrollen spielen. Nur wenige Künstler drangen so tief in die Abgründe der menschlichen Psyche vor und gruben so hartnäckig in den dunklen und irrationalen Bereichen des Unterbewusstseins, um bis zu den Wurzeln ihrer Kindheit, ihrer Träume und ihrer Obsessionen vorzustossen.

Den Mangel aufdecken, ihn bis zum Abgrund blosslegen, bis die Maske der Lüge fällt und das wahre Gesicht erscheint. Denn das Wesentliche liegt jenseits der Worte. Aus diesem Grund ist das Wort bei Bergman immer von einem Kreis der Stille umgeben. Diese erhellende, ohrenbetäubende Stille, Ausdruck einer stets unfassbaren Wahrheit.

~85 min. / für alle, ab 12 Jahren.

Die Aufführung wird in Zusammenarbeit mit dem Verein Ecoute Voir auf Deutsch und Französisch übertitelt.

Wenn Sie schwerhörig oder Gehörlos sind und gut platziert sein möchten, um die Übertitel zu lesen, melden Sie sich unter ST@ecoute-voir.org.

Text: Ingmar Bergman
Inzenierung: Delphine Lanza & Dorian Rossel
Schauspiel: Fabien Coquil, Delphine Lanza et Ilya Levin
Lichtgestaltung: Julien Brun
Musik: Yohan Jacquier
Ton: Thierry Simonot
Kostüme: Eléonore Cassaigneau
Bühnenbild: Cie STT
Technischer Leiter: Matthieu Baumann
Assistent: Clément Fressonnet
Administration: Johanne Pigelet
Direction de production: Bénédicte Brunet
Diffusion: Barbara Ferraggioli
Produktion: Cie STT (Super Trop Top)
Unterstützung: Fondation Meyrinoise du Casino, Loterie Romande, Ernst Göhner Stiftung, École de la Comédie de Saint-Etienne / DIESE # Auvergne-Rhône-Alpes, Pro Helvetia et de Corodis.

Die Compagnie ist vertragsgebunden mit den Städten von Lausanne, Genf und Meyrin und mit dem Kanton Genf. Sie ist verbunden mit la Maisondela- culture Bourges / Scène nationale et Les Théâtres Aix / Marseille et Artiste associé en résidence au Théâtre Forum Meyrin, La Maison des Arts du Léman

Deutsche Übertitelung: SUBTEXT, Dóra Kapusta

Unterstützung für Übersetzung und Übertitelung:

Volltarif: 42.- 
Reduziert (AHV, IV, RAV): 38.- 
Studierenden/ Kinder / Lehrlinge: 15.-
Bühnenschaffende:
 15.- 
KulturLegi Caritas: 21.-
Nebia Halbtax
21.- 
Nebia GA: 0.- 
Kultur GA: 0.-

Die Sicherheit des Publikums, der auftretenden Künstler*innen und unseres Teams ist uns wichtig. Vielen Dank, dass Sie uns helfen, indem sie die Schutzmassnahmen zum Wohle aller respektieren. Alle aktuellen Informationen zu den angewandten Maßnahmen finden Sie hier.

Presse

« (…) une adaptation de Laterna Magica (qui n’est pas dans la sélection suisse), chef-d’œuvre
d’autobiographie signée Ingmar Bergman, qui reçoit le traitement Rossel. Pour qui ne connaîtrait pas cet extraordinaire exercice de lucidité en forme de retour sur soi, le spectacle, qui en met en scène des extraits, est une bonne introduction. Avec un grand drap blanc, une lampe, un panneau de carton et une plante pour tout décor, l’on pénètre dans la Suède protestante des années 20 telle que vue par le génie de Faro – c’est-à-dire austère, pas très réceptive à la psychologie ni aux effusions, et baignée d’une lumière laiteuse qui viendrait de chez le voisin danois Vilhelm Hammershoi. Le comédien Fabien Coquil, dans son pantalon de velours et son pull marin, a encore une bonhomie d’enfant, un côté sage légèrement inquiétant, qui fait tout passer en évitant l’embaumement – les tentatives d’assassinat de la petite soeur, les sentences idiotes du pédiatre, les vomissements et défécations, et la découverte éblouie du cinématographe. » Libération, 14.07.2019

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