Nach dem gleichnamigen Roman von Louise Chennevière
Aufführung in französischer Sprache, ohne Übertitel
Britney Spears, die hypersexualisierte Pop Ikone der 2000er-Jahre und ihr weltweit verfolgtes, tragisches Schicksal geben Anlass für ein Solo zwischen intimer Konferenz und flamboyanter Show.
Dabei wird eine tiefgreifende Reflexion offengelegt, die die Konstruktion von Körperbildern und ihren Einfluss auf insbesondere junge Mädchen sowie den Male Gaze und die durch die Mediatisierung entstehenden, widersprüchlichen Anforderungen an Frauen im Rampenlicht hinterfragt. Sarah Calcine inszeniert die schonungslose Erzählung von Louise Chennevière kraftvoll und emanzipatorisch und lässt auch die tragische Figur von Nelly Arcan nicht aus. Mit dem Schicksal dieser Autorin aus Québec konfrontiert, die mit allen konventionellen Vorstellungen von Körper und Sexualität brach und deren Lebensweg in einer dramatischen Resonanz zum selben von Britney Spears steht, werden wir nie wieder mit der gleichen Unbeschwertheit zu „Toxic“ tanzen.
Inszenierung und Spiel: Sarah Calcine
Musikalische Kreation: PR2B
Assistenz und œil extérieur : Maxine Reys
Choreografie: Karine Dahouindji
Kostüme: Augustin Rolland
Szenografie: Lucie Meyer
Licht: Philippe Gladieux
Sound-Design: Boris Degex
Bühnentechnik: Zineb Rostom
Künstlerische Mitarbeit: Bénédicte Cerutti, Julien Lewkowicz
Koproduktion: Comédie CDN de Reims, Studio Théâtre de Vitry, Festival de la Cité Lausanne. Uraufführung: Usine à Gaz de Nyon im Februar 2027
Soutiens : Usine à Gaz de Nyon, Le 104 résidences d’essai, Maison des métallos, Théâtre Paris Villette, Nebia (Biel/Bienne)