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JUSQUE DANS NOS BRAS

Collectif Sur Un Malentendu

Nach dem gleichnamigen Roman von Alice Zeniter
Aufführung in französischer Sprache, ohne Übertitel

So 06.12.26 um 17:00

In Nebia

In ihrem Roman Jusque dans nos bras (2010) erkundet die Prix de Goncourt des lycéens- Preisträgerin Alice Zeniter „ihre grosse Geschichte des Rassismus“

Dauer: ca. 100 Min.
Alter: empfohlen ab 13 Jahren

Durch das Prisma der Jugend und einer Scheinehe thematisiert die Erzählung den allgegenwärtigen unterschwelligen Rassismus und die andauernden Fragen nach der eigenen Identität. Dabei wird die Freundschaft als identitäres Momentum, das mit dem Erwachsenwerden allzu oft ins Nebensächliche gleitet, zum Werkzeug des Widerstands. Um dieses zeitgenössische Epos auf die Bühne zu bringen und den Elan und die Energie der Jugend zu beschwören, schafft das Collectif Sur Un Malentendu einen Raum der Kompliz:innenschaft mit dem Publikum und entführt ins in einen lebendigen, kollektiven Moment.

 

 

Auszug aus dem Text
„Ich gehöre jener Generation an, die schlechter leben wird als ihre Eltern… Ich gehöre der Generation des internationalen Terrorismus an, der Generation der Globalisierung… Ich gehöre der Generation an, die keine Kinder mehr zeugt, aber auch nicht mehr systematisch Kondome benutzt… Ich gehöre jener Generation an, die sich schämt, Fehler im Englischen zu machen, da es für niemanden mehr eine Fremdsprache ist. Ich gehöre jener Generation an, die aus Verzweiflung angesichts der politischen Landschaft nach rechts rückt, die „mehr arbeitet, um mehr zu verdienen“; Ich gehöre jener Generation an, die von Berufsberatern schlecht beraten wurde… Ich gehöre jener Generation an, die es nicht mehr beeindruckt, auf den Mond zu fliegen… Ich gehöre zur Generation der globalen Erwärmung und der tränenreichen Dokumentationen über das Schicksal der Eisbären und der Polkappen. Ich gehöre jener Generation an, die nicht das ganze Elend dieser Welt auf sich nehmen kann…“ – Alice Zeniter · frei aus dem Französischen übersetzt

Besetzung

Nach dem Roman Jusque dans nos bras von Alice Zeniter (éd. Albin Michel, 2010)
Adaptation und Text: Collectif Sur Un Malentendu, Pauline Susini
Regie: Collectif Sur Un Malentendu
Mit: Emilie Blaser, Claire Deutsch, Cédric Djedje, Pierre- Antoine Dubey, Cédric Leproust, Nastassja Tanner
Dramaturgie, künstlerische Mitarbeit: Pauline Susini
Wissenschaftliche Mitarbeit: Noémi Michel
Wissenschaftliche Interventionen: Solène Brun (CNRS), Claire Cosquer (UNIL), Gaspard Rey (UNIL), Anna Herzerg-Brayer, en cours
Bühnenbild: Neda Loncarevic
Kostüme: Tara Mabiala
Ton: Aurélien Chouzenoux
Licht und Video: Jérôme Vernez
Administration & Produktion: La Petite Boîte – Manon Clerc et Virginie Pasquier
Vertrieb: Isabelle Campiche
Koproduktion: La Grange – Centre Arts et Sciences UNIL, Théâtre Le Reflet, Théâtre du Jura
Kreationstournée: Théâtre Les Halles (Sierre), Théâtre du Loup (Genève), Nuithonie (Fribourg), Nebia (Biel/Bienne)
Unterstützung: Ville de Lausanne, Canton de Vaud, SSA, Loterie Romande, Fondation Jan Michalski

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